Politische Haltung & praktische Solidarität

Initiative Awareness

Im Sommer 2018 haben sich Leipziger Awareness-Erfahrene aus dem Veranstaltungsbereich in der Initiative Awareness zusammengeschlossen, um ihr Wissen zu bündeln und weiterzutragen. Der Verein engagiert sich aus intersektionaler Perspektive gegen sexualisierte Gewalt und Diskriminierung im Veranstaltungskontext. Die Inititative berät und begleitet Veranstaltungsorte bei der Umsetzung von Awareness-Strategien, schult überregional Personal und Awareness-Teams, organisiert Weiterbildungen, Konferenzen und bundesweite Vernetzungstage. Darüber hinaus wirft der Verein einen Blick über den Veranstaltungskontext hinaus und entwirft Möglichkeiten, wie die Idee von Awareness auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen angewendet werden kann.

was wir machen

Wie können wir einen Raum schaffen, in dem sich unterschiedlichste Menschen mit verschiedenen Hintergründen und Erfahrungen wohlfühlen können? Wie können wir Diskriminierung und (sexualisierte) Gewalt in diesem Kontext vermeiden? Wie können wir Betroffene in diesen Situationen unterstützen?

Ob auf Konferenzen, Partys, Ausstellungen, Demonstrationen, Festivals, Aufführungen oder Camps – bei Veranstaltungen jeglicher Art kommen viele Menschen zusammen, um sich auszutauschen, Spaß zu haben oder gemeinsam produktiv zu sein. Dennoch erleben Besucher*innen, Veranstalter*innen und Künstler*innen regelmäßig Grenzüberschreitungen, Diskriminierung und (sexualisierte) Gewalt. Die Auswirkungen können sehr vielfältig sein: von einem ruinierten Abend bis zu langfristigen traumatischen Erkrankungen.

Unser Ziel ist es, Strategien zu entwickeln um (sexualisierte) Gewalt und Diskriminierung jeder Art bei Veranstaltungen zu minimieren und Betroffene zu unterstützen.​

  • Schulungen und Beratungen für die Entwicklung von Strategien zum Umgang mit (sexualisierter) Gewalt und Diskriminierung auf bei Veranstaltungen und innerhalb der Betriebe.
  • Vernetzung und Weiterbildung von Awareness-Gruppen und Initiativen
  • Fachtagungen, Konferenzen und öffentliche Diskussionen
  • Mitglied im Koordinierungskreis Nachtleben
  • Multiplikator*innen Schulungen
  • Konzeptionsarbeit Awareness in Schulen, in Sportvereinen und im öffentlichen Raum
News & Debatten

aktuelles

Unsere projekte

Hier findet ihr eine Übersicht unserer Projekte. Manche werden von uns selbst durchgeführt, andere sind in Partnerschaft mit anderen Awareness-Gruppen entstanden.


Wir bieten Awareness-Workshops für Veranstaltungsorte an, beraten bei der Erarbeitung eigener Awareness-Konzepte, organisieren Fachtagungen und Runde Tische, um im Austausch zu sein, voneinander und miteinander zu lernen und uns über aktuelle Entwicklungen zu verständigen.

Laufzeit: 2021-2024
Ort: Bundesweit

Förderung:

  • Demokratie Leben!Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend
  • Heidehof Stiftung
  • Stadt Leipzig (2021)


In Kooperation mit:

  • Rave Awareness
  • Ann Wiesental

Seit März 2022 läuft bei der Initiative Awareness das Projekt Sachsen support f(x) – sächsische Schnittstelle für Awareness. Mit dem Projekt möchten wir nachhaltig Awareness-Gruppen und Veranstalter*innen in Sachsen unterstützen und stärken.

Laufzeit: 2022
Ort: Sachsen

Förderung:

  • Sächsisches Staastministerium der Justiz und für Demokratie, Gleichstellung und Europa

vergangene projekte

tagung

FREE SPACES – SAFE SPACES
Awareness Intersektional – Antidiskriminierungsarbeit im Veranstaltungskontext

8. – 10. November 2019, Leipzig

Programm und Dokumentation
Aufn Zettel

eigene events

Der Eventkalender der Initiative Awareness und Ihrer Projekte.

Über unseren Eventkalender bleibst du Up-To-Date zu unseren Round Tables, Netzwerktreffen, Fachtagungen, kollegialen Austauschräumen  und offenen Workshops. Auf der Awareness Plattform kannst du darüber hinaus deine eigenen Veranstaltungen eintragen und ansehen.

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Team & Haltung

wer wir sind

Wir sind der Verein "Initiative Awareness e.V." und das Büroteam der geförderten Projekte (11 Leute auf Leipzig und Berlin verteilt). Gemeinsam wollen wir den Zustand von Ungleichheit, Unterdrückung und Ausgrenzung und den daraus resultierenden Formen von Diskriminierungen und Gewalt nicht hinnehmen. Unser Ziel ist es, mit einem intersektionalen Blick, gemeinsam die breite Öffentlichkeit zu sensibilisieren, zu intervenieren und organisiert Machtstrukturen aufzulösen. Diskriminierungs- und machtsensible Räume sollen zugänglich  gemacht werden, um Gewalt zu minimieren und eine solidarische Praxis zu etablieren.

Ein zentraler Baustein ist dabei für uns Netzwerkarbeit. Als überregionale Schnittstelle wollen wir die Community nachhaltig in Ihrer Selbstorganisierung unterstützen. Im Fokus steht der Austausch und das Teilen von Ressourcen und Wissen.

Als Einzelpersonen haben wir jedoch unterschiedliche Zugänge und Verständnisse von Awareness. Hier werden alle aus dem Team kurz vorgestellt.

Agi
sie | ihr
Öffentlichkeitsarbeit, Community Tool, Mindeststandard

Seit 2010 arbeitet Agi freiberuflich als Grafik Designerin und Illustratorin. Sie hat ihre Nase in verschiedener Berliner Veranstaltungs-Kollektive gesteckt und glaubt ganz fest an diese fantastischen Zwischenräume der Subkultur. Es kam zu immer mehr Vorfällen und wirklich erschütternden Umgang bis hin zur Ignoranz seitens der Veranstaltenden. Aus dieser Fassungslosigkeit entwickelte sich ihr Engagement für Awarenessarbeit. Vor 7 Jahren gründete sich das Bildungskollektiv Rave*Awareness und seitdem geben sie Workshops, entwickeln Konzepte und mischen im Diskurs mit. Mit dem Start bei support f(x) vereinten sich nun ihre Leidenschaften. Design, Party, Awareness! Boom!

Alex
sie | ihr
Verwaltung, Antrag, Planung der Maßnahmen

Ihre Beschäftigung mit Awareness begann vor fast 10 Jahren im subkulturellen Leipzig. Sie ist Gründungsmitglied des Vereins „Initiative Awareness“, um Clubs, Festivals und Gästen Best Practices von Gewaltprävention, Antidiskriminierung und Unterstützungsarbeit nahezubringen. Ebenso baute sie mit anderen in Leipzig eines der ersten fest in der Clubstruktur verankerten Awareness-Teams auf. Awareness ist für sie vor allem eine grundsätzlich empathische Haltung, Lernbereitschaft und Fehlerfreundlichkeit.

Initiative Awareness e.V.
Der Verein

Der Verein hat sich Jahr 2018 als Initiative Awareness in Leipzig zusammengeschlossen. Diese Gruppe besteht aus Veranstalter*innen, Künstler*innen, Gästen und Beschäftigten. Jede*r hat unterschiedliche Erfahrungen mit diskriminierendem Verhalten, ob als betroffene oder als ausübende Person. Gemeinsam wollen sie ihre Erfahrungen bündeln und weitertragen.

Leonie
sie | ihr
Bildung, Train the Trainers, Konzept, Redaktion

Nadine
sie | ihr
Finanzielle Abwicklung der Projekte, Personalangelegenheiten, Planung interner Maßnahmen

Ich kam über eine Ausschreibung zur Initiative Awareness und zum Projekt "support f(x) – schnittstelle für awareness". Bisher habe ich noch wenig Erfahrungen in der praktischen Awareness Arbeit. Daher sehe ich meine Aufgabe zuallererst darin, den Rahmen zu stärken, den wir brauchen, um unsere Projekte umzusetzen.

Nazanin
sie | ihr
Bildung, Workshopkoordination, Train the Trainers

Pauline
sie | ihr
Sachsen, Vernetzung, Bildung

Pauline ist seit 2018 bei der „Initiative Awareness e.V.“ dabei. Awareness heißt für sie immer eine intersektionale Perspektive und ein fortwährendes Lernen im Kampf gegen Diskriminierung und Gewalt und für die Etablierung eines solidarischen und verantwortungsvollen Miteinanders. Es ist Pauline wichtig, aus der Bubble raus zu kommen und auch im öffentlichen Raum zu wirken. Mit dem Awareness-Begriff hat sie manchmal so ihre Probleme.

Shirin
sie | ihr
Bildung, Workshopkoordination, Train the Trainers

Simon
er | ihn
Verwaltungsassistenz

Als Assistenz in der Verwaltung möchte ich vor allem dazu beitragen, den Rahmen und die Strukturen, die hinter der praktischen Arbeit und den Projekten der Initiative Awareness stehen, zu unterstützen. In verschiedenen anderen Kontexten probiere ich zudem, die inhaltlichen Impulse einzubringen, die ich von der Initiative Awareness mitnehme, und mich so auch mit praktischer Awareness-Arbeit weiter auseinanderzusetzen.

Thea
they | them
Sachsen, Train the Trainers, Bildung

Die Beschäftigung mit Awareness und Antidiskriminierungsarbeit ergab sich für Thea an der Schnittstelle von pädagogischer Arbeit, Beteiligung in der Veranstaltungsorganisation und -durchführung sowie persönlicher Betroffenheit. Im politischen Klima der letzten 10 Jahre wurde them besonders deutlich, wie wichtig es ist, nicht nur nicht-diskriminierend, sondern explizit, laut und deutlich anti-diskriminierend zu sein. Seitdem ist Theas vorrangiges Ziel, sich selbst stetig weiterzubilden, um ein gute*r Ally sein zu können. Und dadurch befähigt, Wissen und Handlungsmöglichkeiten an andere weiterzugeben, über die eigene Betroffenheitsperspektive hinaus.

Thimo
er I ihn
Bildung, Vernetzung & Mindeststandards

Thimo lebt in Berlin und veranstaltet seit 2009 Musik- & Kulturveranstaltungen. Hier entstand ein erschütterndes Bewusstsein für verschiedene Formen von Diskriminierungen auf Veranstaltungen. Durch die ständige Auseinandersetzung, gegenseitige Sensibilisierung und Bildungsarbeit, wurde das Thema diskriminierungssensibler Veranstaltungen zu einer Herzensangelegenheit für ihn. Awareness und Antidiskriminierung bedeutet für ihn in erster Linie praktische Solidarität. Neben der betroffenzentrierten Unterstützung ist er aktiv im Bereich der Transformativen Arbeit: Veränderung ist möglich.

Solidarisches Netzwerk für selbstbestimmte Räume

struktur & community

partner:innen

Unsere Partner:innen unterstützen einzelne Projekte in strategischen Fragen und mit ihrer Expertise und stehen uns als Think Tank zur Seite.

Awarenetz

Nach einem Workshop der Initiative Awareness hat sich unter der Federführung des Livekommbinats Leipzig das Awarenetz Leipzig gegründet. Fast jeden Monat kommen hier Aktive aus dem Nachtleben und der Awareness zusammen, diskutieren aktuelle Fälle oder geben informative Vorträge zu aktuellen Herausforderungen. Koordiniert wird das Awarenetz von Cocny aus dem Livekommbinat.

Awareness Institut

Das Awareness Institut ist eine Basis-Vernetzung von Kollektiven und Einzelpersonen, die in der Awareness-Arbeit tätig sind. Zusammen bilden sie ein Netzwerk, das grundlegende Aspekte rund um Awareness-Arbeit definiert. Die Plattform ist zugleich Austauschraum und gemeinsame Stimme.

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Botschaft der Nacht & Nachtrat

Die “Botschaft der Nacht” soll künftig dabei helfen, die unterschiedlichen Interessenlagen auszutarieren und Themen der Leipziger Nachtkultur anzugehen. Expertinnen der Nacht, zivilgesellschaftliche Organisationen, Vertreterinnen der städtischen Kultur- und Wirtschaftsförderung sowie der Polizeidirektion bringen hier die aktuellen Themen der Nacht ein und arbeiten gemeinschaftlich an Lösungen und innovativen Ideen.

Wir sind Gründungsmitglied der Leipziger Botschaft der Nacht und des NachtRates. Seit 2019 entwickelten wir gemeinsam mit verschiedenen Akteur*innen der Leipziger Nächte  ein Konzept, aus dem die Botschaft der Nacht sowie die Stelle des Fachbeauftragten für Nachtkultur hervorging.

Wie in den Leitsätzen der Botschaft der Nacht geschrieben, setzten wir für dieReduktion von (sexualisierter) Gewalt und Gesundheitsrisiken imNachtleben vor. Dies geschieht durch Informationsvermittlung und Sensibilisierung verschiedener Akteure/innen zu Anti-Diskriminierungs-Arbeit, Gewaltprävention, Aufklärung und Risikominimierung im Gesundheitsbereich sowie Erarbeitung von Empfehlungen an Dritte. Außerdem soll ein Transfer und Etablierung von Awareness– und Achtsamkeitsarbeit in die Öffentlichkeit und in die Szene der Nachtkultur hinein erfolgen sowie die Erstellung eines Lagebildes von Risiken und bereits vorhandenen Sicherheitsmaßnahmen.

An der Erabeitung des Konzepts waren beteiligt:

gesamtKonzept
verbündet und vernetzt euch

Kontaktmöglichkeiten

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Hier bekommst du Direktkontakt zum Büro und findest Antworten zum Projekt, Förderungen und vieles, vieles mehr.

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Bitte beachtet: Aufgrund der zahlreichen Anfragen sind unsere Kapazitäten für dieses Jahr ausgelastet. Daher können wir für 2022 keine weiteren Workshops mehr geben. Bitte habt etwas Geduld, wir melden uns ab Dezember auf Eure Anfragen für 2023 zurück.

Du und dein Kollektiv plant eine Veranstaltung und wollt vorher einen Awareness-Workshop machen? Dein Club, Festival oder Veranstaltunsgsort möchte sich in Sachen Awareness, Antidiskriminierung und Gewaltprävention weiterbilden und eine eigene Struktur aufbauen? Ihr seid seit kurzem eine Awareness-AG, wisst aber nicht genau, wo und wie ihr Anfangen sollt?

Hier findet ihr unseren Anfragebogen, bitte füllt ihn vollständig aus und schickt ihn uns zu.
Denkt bei Terminvorschlägen bitte daran, dass wir für die Organisation eine Vorlaufzeit von mindestens 6 Wochen brauchen.

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Hier kannst Du Dich für weitere Informationen Anmelden, wenn Du Erfahrungen mit Awareness- oder Unterstützungsarbeit hast und dir vorstellen kannst nach einer Train-the-Trainers Schulung selbst als Referent*in Workshops zu geben.

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Du hast ein Problem und weißt nicht, wo du dich hinwenden sollst? Vielleicht können wir dir weiterhelfen oder dich an Menschen aus unserem Netzwerk vermitteln. Wir bieten auch Supervision und begleiten dich gern so weit wir können. Schnupper auch gern in unsere Awareness Plattform und der Schwarm kann mit Rat und Tat zur Seite stehen.

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Du hast Interesse an Vernetzung? Du bist Teil unseres Community-Forum oder willst es noch werden? Fragen, Störung, Meinungen, Lob und Probleme gehören genau hierhin.

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